document niedermünster © Uwe Moosburger

document niedermünster – Allgemeine Informationen

Erlebnisort 2000-jähriger Kulturgeschichte: Unter der romanischen Niedermünsterkirche gleich neben dem Dom liegt eine der größten archäologischen Ausgrabungsstätten Deutschlands. Das einzigartige document niedermünster in der Nordostecke des ehemaligen römischen Legionslagers „Castra Regina“ führt mit Originalbefunden eindrucksvoll zu den wichtigsten Epochen der Regensburger und der bayerischen Geschichte.


Viele Besucher archäologischer Ausgrabungen sehen auf den ersten Blick oftmals nur eine unverständliche Masse an Steinen und Mauern, die schichtweise immer weiter anwachsen – im document niedermünster bis zu fünf Meter. Umso wichtiger ist es, die einzelnen Schichten dem Besucher deutlich zu machen. In hervorragender Weise ist dies im document niedermünster unter der Dompfarrkirche gelungen. Hier werden, unterstützt durch mehrere Filme, archäologische Schichten und die damit verbundenen geschichtlichen Entwicklungen dem Besucher anschaulich verdeutlicht.

Die Ausgrabungen, die 1963 begannen und seit 2011 im neu eingerichteten document niedermünster sichtbar gemacht wurden, zeigen die geschichtliche Entwicklung vom römischen Legionslager, das 179 nach Christus gegründet wurde, bis zum Neubau der romanischen Niedermünsterkirche im 12. Jahrhundert. Von dort lässt sich die weitere Entwicklung bis in das 21. Jahrhundert am Ort selber ablesen.

Um die komplexen Befunde verständlich zu machen, gibt es zu den einzelnen Bauphasen eine Lichtführung, durch die einzelne Baukörper oder Baudetails hervorgehoben werden können. So markiert z.B. die Farbe Rot die Zeit nach 700 n. Chr., als mit der Pfalzkapelle der bajuwarischen Herzöge die sakrale Nutzung am Ort einsetzte. Und in Blau werden all jene Dinge beleuchtet, die mit dem direkten Vorgängerbau der heutigen Kirche aus der Zeit des mittleren 10. Jahrhunderts zusammenhängen.

Von besonderer Bedeutung sind die Gräber des bayerischen Herzogs Heinrich I. (+ 955), dessen Frau Judith sowie von Herzogin Gisela von Burgund, der Frau des Bayernherzogs Heinrich II.. Darüber hinaus hat in der Niedermünsterkirche der heilige Erhard (+ um 715 n. Chr.), der zu den Patronen des Bistums Regensburg gehört, seine letzte Ruhe gefunden. Über die Jahrhunderte wuchs das Grab buchstäblich in die Höhe – bis zum heute sichtbaren Grab in der Niedermünsterkirche