Blick in die Mittelhalle des Domkreuzgangs © Michael Vogl

Abschied vom Domkreuzgang bis 2020

Am 19. April 2915 nahmen rund 1000 Menschen einen „Abschied auf Zeit“ vom Domkreuzgang. Es war die letzte Gelegenheit, eines der hochrangigsten Einzeldenkmäler der Stadt noch einmal in Augenschein zu nehmen, bevor ab Mai 2015 eine auf fünf Jahre angelegte Sanierung beginnt. Ein Team von Domführerinnen stand fast ununterbrochen Rede und Antwort und erklärte Wissenswertes zum Domkreuzgang.

„Das habe ich ja noch nie gesehen!“ und „Hier war ich noch nie!“ – das waren die meistgehörten Sätze an diesem Tag, bei dem auch Türen geöffnet wurden, die sonst verschlossen sind. Staunend entdeckten die Besucher so die „Kapelle der Verlassenheit“ sowie die „Michaelskapelle“. Um den „Abschiedsschmerz“ etwas abzumildern, lud die Staatliche Dombauhütte in einen Biergarten ein. Mit einem Wandelkonzert eines Posaunen-Quartetts unter Leitung von Helmut Schätz konnte man auch akustisch Abschied nehmen, bis schließlich um 18 Uhr Baudirektor Hans Weber vom Staatlichen Bauamt und Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner gemeinsam den Domkreuzgang verschlossen.

Sanierung

Ab dem 20. April ist der Domkreuzgang für die beginnende Sanierung geschlossen. Die geplante Generalsanierung sei dringend notwendig, so Hans Weber, leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamts. Vor allem Probleme im statischen Bereich und die starke Durchfeuchtung der Wände müssten behoben werden. Der Schwerpunkt der Sanierung liegt auf der Erhaltung der historischen Substanz. Saniert werden der Domkreuzgang an sich, das Domkapitelhaus sowie die Allerheiligen- und Stephanuskapelle. Letztere wurden schon vor einiger Zeit teilweise saniert. Der Domkreuzgang soll jetzt auf einen ähnlichen Stand gebracht werden.

Die Sanierung ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren ausgelegt – ein recht knappes Zeitfenster angesichts der umfangreichen Maßnahmen. Losgehen soll es schon bald: Im Mai startet die Sanierung im statischen Bereich. Bis November 2017 soll sie dauern. Erst danach geht es ans „richtige“ Restaurieren. Die restauratorischen Maßnahmen können bis ins Jahr 2020 andauern. Die vom Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtages genehmigten Gesamtkosten betragen etwa 6.990.000 Euro. Das Bistum beteiligt sich dabei in erster Linie an den Kosten für Beleuchtung und Laufstege.