Basilika St. Emmeram

Basilika St. Emmeram

Die Kirche mit der ehemaligen Benediktinerabtei St. Emmeram gehört zu den bedeutendsten Kirchenbauten und Klosterkomplexen im südlichen Deutschland. Über ein Jahrtausend war sie eines der klösterlichen, geistigen und kulturellen Zentren der Stadt und des Bistums Regensburg. Neben dem Patron der Kirche, dem hl. Emmeram, wurden hier auch karolingische Herrscher und bayerische Herzöge, Bischöfe und Angehörige des Immerwährenden Reichstags begraben. Eines der Grabdenkmäler mit dem „schönsten Frauenantlitz des Mittelalters“ ist Königin Hemma gewidmet.

Im Jahr 1052 wurde der als Bistums- und Stadtpatron verehrte Bischof Wolfgang hier durch Papst Leo IX. zur Ehre der Altäre erhoben und damit heiliggesprochen wurde. Seine sterblichen Überreste befinden sich heute in einem Reliquienschrein in der nach ihm benannten Wolfgangskrypta.

Die Anfänge der Benediktinerabtei reichen noch vor die Zeit der Bistumsgründung durch den hl. Bonifatius im Jahr 739 zurück. Als Ausgangspunkt wird eine auf einem spätrömischen Friedhof gelegene Georgskirche im Bereich des heutigen südlichen Nebenchors der Basilika angenommen. Dort wurde der Überlieferung nach der als Märtyrer verehrte und um 685 getötete fränkische Wanderbischof Emmeram begraben. Seine sterblichen Überreste liegen heute in einem silbernen Reliquienschrein aus dem 15. Jahrhundert unter der Altarplatte des Hochaltars.

Ab 780 entstand eine dreischiffige Basilika, die zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert immer wieder erweitert und schließlich mit einer Länge von etwa 100 m zum größten vorromanische Kirchenbau Süddeutschlands wurde. Sichtbare Zeugnisse sind insbesondere der gewaltige Westbau mit der Wolfgangskrypta, die 1052 geweiht wurde, und das bedeutende Doppelnischenportal an der Nordseite mit den drei Figuren (Christus, Emmeram und Dionysius), die zu den frühesten mittelalterlichen Steinreliefs nördlich der Alpen gehören.

Für rund 200 Jahre war St. Emmeram die erste Regensburger Bischofskirche, bevor der hl. Wolfgang die Ämter des Abtes und des Bischofs im Jahr 975 trennte und mit dem Bau eines Doms begonnen wurde, dem Vorgängerbau der heutigen → Kathedrale St. Peter.

Die größte Blüte erreichte die Benediktinerabtei zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert auf den Gebieten der Theologie, Philosophie, Mathematik, Astronomie und Kunst, was ihr den Ruf als „zweites Athen“ einbrachte. Nach einem vorübergehenden Bedeutungsrückgang erlebte das Kloster vom 16. bis 18. Jahrhundert einen erneuten Aufschwung, der 1731 in der Erhebung der Äbte in den Reichsfürstenstand gipfelte. Äußeres Zeichen dieser Standeserhöhung ist die Neugestaltung der Klosterkirche durch die Brüder Egid Quirin und Cosmas Damian Asam (1731-33), die einen lichtdurchfluteten und prachtvollen „Thronsaal Gottes“ schufen.

1810 erfolgte die Auflösung der Abtei und die Aufteilung in Pfarrkirche und Schloss Thurn und Taxis. Papst Paul VI. erhob St. Emmeram 1964 zur Päpstlichen Basilika. Heute bildet die Pfarrei St. Emmeram zusammen mit dem Niedermünster die Dompfarreiengemeinschaft.

In St. Emmeram werden 1200 Jahre Glaubens-, Kunst- und Kulturgeschichte auf engsten Raum zum eindrucksvollen Erlebnis.

Hinweise angesichts von COVID-19

Bei allen Führungen gilt ab 2. September 2021 die 3G-Regel, das bedeutet, dass an Führungen nur Personen teilnehmen können, die geimpft, genesen oder getestet sind. Der entsprechende Nachweis ist vor Beginn der Führung vorzulegen. Darüber hinaus müssen (bis einschl. 14. Oktober) die Kontaktdaten mit einer sicheren Erreichbarkeit erfasst werden. Führende und Teilnehmer sind verpflichtet, im Innenraum eine medizinische Maske zu tragen.

Grundlage für die Führungen sind die aktuell geltenden Regelungen der 14. Bayerischen infektionsschutzmaßnahmenverordenung (BayIfSMV) vom 1. September 2021 und das Rahmenkonzept der Bayerischen Staatsregierung für Touristische Dienstleister. Informationen zu weiteren Regelungen finden Sie u.a. auf der Webseite der → Stadt Regensburg.

Öffentliche Führung

Die nächsten öffentliche Führungen finden erst wieder 2022 statt.

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Hinweis

Die Führungen umfassen die Vorhalle, die Basilika und die Wolfgangskrypta. Der Kreuzgang, der zum Schloss Thurn und Taxis gehört, ist nicht Bestandteil der Führung.

Alle Führungen finden in Kooperation mit der → Katholischen Erwachsenenbildung in der Stadt Regensburg (KEB) statt. Gottesdienste und religiöse Angebote haben im Dom immer Vorrang und können auch kurzfristig dazu führen, dass eine Führung nicht möglich ist. Instandhaltungsarbeiten (z.B. das Stimmen der Orgel) können darüber hinaus auch unangekündigt akustische Störungen während der Führungen verursachen. Wir danken für Ihr Verständnis.